Weiterbildung: "Alte Schriften und Urkunden", 21.02.2015

erstellt am 24. Februar 2015

Nachbericht von Obm.-Stv. Wilhelm Leitner

(Bilder: Wilhelm Leitner)

Ein hochinteressantes Thema mit dem Titel „Alte Schriften und Urkunden – Entzifferung und Konservierung“, führte 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 21. Februar 2015 in den Saal der Salzburger Volkskultur.

Frau Dr. Ulrike Engelsberger vom Salzburger Landesarchiv gestaltete einen überaus spannenden und interessanten Workshop zum Thema „Entzifferung von alten Schriften“. Anhand einiger Kopien von Originalverträgen und Schriften durften sich die TeilnehmerInnen am selbständigen Lesen und „Übersetzen“ der Texte versuchen. Es wurde sehr schnell klar, wie unterschiedlich und schwierig es ist, die verschiedenen Schriftbilder und teilweise auch schlampig ausgeführten Handschriften aus den verschiedenen Jahrhunderten (16. Bis 20. Jahrhundert) zu erkennen und sinnvoll in die heutige Sprache zu überführen. Gemeinsam und mit Hilfe von Frau Dr. Engelsberger meisterten TeilnehmerInnen mit hohem Arbeitseifer alle Aufgaben. Die von Frau Dr. Engelsberger zur Verfügung gestellten und sehr gut aufbereiteten Unterlagen ermöglichen den Teilnehmenden auch in der Zukunft komplizierte und schwer leserliche Texte so weit als möglich selbstständig und bestmöglich zu erfassen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung sprach Nikolaus Pfeiffer (ebenfalls vom Salzburger Landesarchiv) in einem sehr lebendigen Vortrag über die richtige Aufbewahrung und Konservierung von alten Schriften und Urkunden. Die TeilnehmerInnen erfuhren dabei viel über endogene und exogene Ursachen der Zerstörung, die verschiedenen Arten von Papier, Pergament und Leder bzw. die Zusammensetzung dieser Materialien und die Wichtigkeit des richtigen Klimas in Archiven, Depots und Magazinen. Eine zentrale Rolle bei der Aufbewahrung spielt auch das Licht, das einen Wert von 50 Lux nicht übersteigen sollte. Sehr anschaulich zeigte Nikolaus Pfeiffer dann im abschließenden Teil des Vortrags die häufigen Fehler bei zwar gutgemeinten aber falsch ausgeführten Reparaturen auf.

Voll motiviert, sich nun mit dem gelernten Wissen über die alten Schriften stürzen zu können, verließen die nun geschulten „Schriftgelehrten“ am Nachmittag die Veranstaltung.

Ein herzlicher Dank geht an die Hausherren für die überlassenen Räumlichkeiten und besonders an die beiden Vortragenden, Frau Dr. Engelsberger und Herrn Nikolaus Pfeiffer.

Besonderer Dank an Alfred Huemer und Thomas Haslinger für die Vorbereitung des Saales und die Bewirtung.

Wilhelm Leitner, Obm. Stv.

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