Erstmals Förderungspreis für vorwissenschaftliche Arbeiten verliehen

erstellt am 25. November 2016

Pallauf: Die vorwissenschaftliche Arbeit ist zentraler Teil der neuen Reifeprüfung

Der Salzburger Landtag hat heuer gemeinsam mit der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde und dem Landesverband der Salzburger Museen und Sammlungen erstmals einen Preis zur Förderung vorwissenschaftlicher Arbeiten ausgeschrieben. Maturantinnen und Maturanten konnten ihre Arbeiten in zwei Kategorien einreichen: "Demokratiepolitische Bildung. Salzburger Gegenwarts- und Zukunftsfragen" und "Geschichte und Landeskunde". Der Festakt zur Preisverleihung fand kürzlich im Plenarsitzungssaal des Salzburger Landtags statt.

"Die vorwissenschaftliche Arbeit ist ein wesentlicher Teil der neuen Reifeprüfung", sagte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf bei der Preisverleihung. "Dabei sind viele Kompetenzen, die sich die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit angeeignet haben, gefragt. Das Verfassen einer solchen Arbeit erfordert ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Mit dem Preis würdigt der Landtag gute Leistungen und bietet Anreiz zur Befassung mit der Heimatregion. Aufgrund vieler positiver Rückmeldungen wird der Preis auch nächstes Jahr vergeben."

Insgesamt 13 Arbeiten eingereicht

Es wurden für beide Kategorien insgesamt 13 Arbeiten eingereicht. Fünf entfielen davon in die Kategorie "Demokratiepolitische Bildung. Salzburger Gegenwarts- und Zukunftsfragen". Den ersten Platz erreichte Elisabeth Wimmer aus dem Bundesrealgymnasium Akademiestraße in Salzburg mit ihrer Arbeit zu "Jugend- und E-Partizipation in der Stadt Salzburg anhand des Beispiels YOUth Map5020". Zweiter wurde Fabian Netahlo aus dem Privatgymnasium Herz-Jesu-Missionare in Salzburg-Liefering. Den dritten Platz erreichte Markus Fernsebner aus dem Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Saalfelden.

Für die Kategorie "Geschichte und Landeskunde" wurden acht Arbeiten eingereicht. Gewonnen hat Roland Breschar vom Bundesrealgymnasium Salzburg mit seiner Arbeit "Die Entstehung und das Leben in der Caritassiedlung in Elsbethen". Zweite wurde Theresa Eder vom Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Saalfelden.

"Die vorwissenschaftliche Arbeit ermöglicht den Maturantinnen und Maturanten, sich intensiver mit einem Thema, das sie interessiert und das sie vertiefen wollen, auseinanderzusetzen. Vor allem aber ist die vorwissenschaftliche Arbeit eine gute Vorbereitung für spätere Arbeiten im weiteren Ausbildungs- und Berufsweg. Intention des Preises ist es, dies zu unterstützen", so Pallauf.

Der Direktor des Salzburger Landesarchivs, Oskar Dohle, betonte: "Bereits bei der Gründung der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde im Herbst 1860 war die lebendige Verbindung zur Gegenwart eines ihrer Hauptanliegen. Ein Symbol für diese Verbindung von Geschichte und Gegenwart sind die Preisträgerinnen und Preisträger in der Kategorie Geschichte und Landeskunde. Denn wie könnte diese Brücke zur Vergangenheit besser mit Leben erfüllt werden als durch die Arbeiten dieser jungen Forscherinnen und Forscher? Egal, welchen Beruf sie einmal ergreifen werden, sie mögen auch weiterhin ein lebendiges Interesse an der Geschichte ihres Heimatbundeslandes Salzburg haben."

Der dritte Projektpartner des Förderungspreises ist der Landesverband Salzburger Museen und Sammlungen. Obmann Alfred Huemer sagte: "Ein Grundanliegen des Landesverbandes Salzburger Museen und Sammlungen ist es, das Museumswesen kommenden Generationen näherzubringen. Mit dem Preis für vorwissenschaftliche Arbeiten konnte eine attraktive Brücke zu den Schulen geschlagen werden. Die Preisträgerinnen und Preisträger haben sich intensiv mit Fragestellungen zur regionalen Geschichte auseinandergesetzt und anspruchsvolle Arbeiten verfasst", so Huemer, der sich erhoffte, "dass die jungen Forscherinnen und Forscher auch künftig ihr Interesse an musealen und landeskundlichen Fragestellungen bewahren".

Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 18.10.2016

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