Neues Stille-Nacht-Museum in Wagrain eröffnet

erstellt am  4. Dezember 2017

Haslauer: Besucher können sich interaktiv mit der Friedensbotschaft auseinandersetzten

Von 1837 bis 1848 kümmerte sich Joseph Mohr, der Dichter des bekannten Weihnachtsliedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!", im damaligen Bergbauerndorf Wagrain um die Kirche, die Seelsorge, die Armenfürsorge und das Schulwesen. Nun ist ihm und dem bekannten Weihnachtslied ein neues Museum im Pflegerschlössl in Wagrain gewidmet. Heute wurde es in Anwesenheit von Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn offiziell eröffnet.

"Wo ´Stille Nacht! Heilige Nacht!´zur Weihnachtszeit erklingt, scheint es die Zeit für einen Moment still stehen zu lassen und dem humanen Grundbedürfnis nach Friedfertigkeit und Besinnung Platz zu machen. Besucherinnen und Besucher können sich im neuen Museum interaktiv mit Joseph Mohr und der Friedensbotschaft auseinandersetzen und dabei den Wert von Ruhe und Stille in einer immer hektischer werdenden Zeit reflektieren", so Landeshauptmann Haslauer.

Um das neue Museum einzurichten, wurde das im barocken Stil erbaute Pflegerschlössl restauriert, barrierefrei ausgebaut und durch ein modernes Veranstaltungszentrum ergänzt. Auf mehreren Stockwerken können Besucherinnen und Besucher jetzt Mohrs Leben, sein Wirken in Wagrain sowie die Umstände rund um die Entstehung des bekannten Weihnachtsliedes kennenlernen. Die weiteren Räume widmen sich dem Lied selber, stellen es in einen musikalischen Kontext und fragen nach den Gründen für den weltweiten Erfolg. So können Interessierte der Melodie in unterschiedlicher Instrumentierung lauschen oder unterschiedliche Bearbeitungen anhören – beides eingespielt von Studierenden des Salzburger Mozarteums. Wer sich mehr für die Verbreitung des Liedes interessiert, braucht auf einem interaktiven Globus nur einen Ort auswählen, um nähere Informationen zu erhalten oder kann anhand von mehr als 200 Übersetzungen die eigenen Sprachkenntnisse erproben.

Interaktiv können Besucherinnen und Besucher im neuen Museum auch die Geschichte Wagrains vom armen Bergbauerndorf, wie es Mohr erlebte, zu einem modernen Tourismusort kennenlernen.

Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 03.12.2017

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