200 Jahre auf zwei Rädern

Radausstellung "Fahr!Rad" in der Bachschmiede

1. Juni 2017 - 30. September 2017

Das "Fahrrad" übt seit jeher Faszination auf die Menschen aus. 2017 wird das 200-Jahr-Jubiläum des Rades gefeiert. Die Bachschmiede in Wals-Siezenheim spürt in ihrer aktuellen Sonderausstellung dieser Erfolgsgeschichte nach und zeigt Meilensteine der Fahrradentwicklung. Wie unter anderem das historische Hoch- und Niederrad, Damenräder um die Jahrhundertwende, Rennräder und Mountainbikes der alten und neuen Generation, sowie exotische Fahrräder wie das Bonanza Rad. Gezeigt werden in der Bachschmiede die Entwicklungsgeschichte, sowie der technologische und kulturelle Werdegang des Fahrrads", informiert Geschäftsführer Bernhard Robotka.

Bürgermeister Joachim Maislinger zitierte den deutsche Industrielle Adam Opel, der meinte "Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad. Es wurde ein Verkehrsmittel geschaffen, das für Autonomie, Freiheit, Umweltfreundlichkeit und Geschwindigkeitssteigerung aus eigener Kraft steht und bis heute an Bedeutung nichts verloren hat."

Gezeigt werden 35 Räder

Bernhard Robotka, der Geschäftsführer der Bachschmiede zur Sonderausstellung "Fahr!Rad – 200 Jahre auf zwei Rädern": im Museum der Bachschmiede wird Bezug genommen als das "Urfahrrad", die Drais’sche Laufmaschine, benannt nach seinem Erfinder Freiherr Carl von Drais, noch vielseits belächelt wurde. In den Jahren danach folgten interessante Fahrrad-Konstruktionen wie die Tretkurbel-Velocipede, Hochräder sowie Sicherheitsniederräder, die alle in der Ausstellung zu sehen sind. Mit dem historischen Sicherheitsniederrad, "Safety" wurde bereits die Fahrradform gefunden, die bis heute zum Einsatz kommt. Anfänglich der Männerschicht vorbehalten, eroberte das Fahrrad auch die Frauenbewegung. Mit der gewonnenen Mobilität und der damit verbundenen wachsenden Unabhängigkeit wurde es Frauen um die Jahrhundertwende möglich, ihren Aktionskreis zu erweitern.

Gezeigt werden auch Puch-Räder aus Graz und Waffenräder aus Steyr. Radeln mit Hilfsmotor ist, wie oftmals angenommen, keine neuzeitliche Erscheinung. Das zurzeit boomende E-Bike hatte bereits vor 100 Jahren beachtliche Vorgänger. Auf eines dieser erstaunlichen Fahrrad-Modelle mit einem Cyclotracteur-Motor von 1917 trifft man beim Rundgang der Ausstellung.

Was Fahrrad noch alles sein kann, zeigen die neuzeitlichen teils auch exotischen Fahrrad-Ausführungen. Bei den modernsten Rennrädern und Mountainbikes mit allen Raffinessen, wird gut erkennbar, dass abseits der Funktionalität des Fahrrads, Design und die individuelle Gestaltung von Fahrrädern immer wichtigere Komponenten werden. So wird unter anderem auch ein "Custom made Fahrrad", ein Wunsch-Fahrrad maßgeschneidert nach den individuellen Vorstellungen des Kunden, gezeigt. In der Radausstellung in der Bachschmiede sind auch Rennräder zu sehen, die Radsportgeschichte geschrieben haben. So unter anderem ein Zeitfahrrad von Ö-Tourgewinner Rudi Mitteregger, das Rennrad von Ö-Tourgewinner Gerrit Glomser, mit dem er 2003 an der Tour de France teilgenommen hat. Das Rennrad vom Deutschen Meister im Bergfahren und Ex-Profi Alexander Kastenhuber aus Laufen bei Traunstein und das Triathlon-Bike vom 5-fachen Triathlonsieger und 2-fachen Europameister Stefan Holzner aus Bad Reichenhall.

Geöffnet ist die Ausstellung noch bis Ende September 2017. Die Öffnungszeiten sind: Montag und Dienstag 09.00 bis 12.00 Uhr. Donnerstag 14.00 bis 19.00 Uhr und Freitag und Samstag von 14.00 bis 17.00 Uhr. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit gesonderte Führungen zu vereinbaren.

 

Im Bild: Bürgermeister Joachim Maislinger mit Bachschmiede Geschäftsführer Bernhard Robotka. Foto: Die Bachschmiede/Reifberger

Veranstaltungsort
Die Bachschmiede
5071 Wals/Siezenheim
Jakob-Lechner-Weg 2-4

Zuständiger Verband
Salzburger Museen

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