Museumsregistrierung

Informationen zur Österreichischen Museumsregistrierung

In Österreich ist der Begriff „Museum“ rechtlich nicht geschützt und an keinerlei Auflagen gebunden. Es ist eine Selbstverpflichtung jeder Institution und jeder Mitarbeiterin/jedes Mitarbeiters, sich an die „Ethischen Richtlinien von ICOM – International Council of Museums“ zu binden und diese in der täglichen Museumsarbeit bewusst und mit Sorgfalt anzuwenden. Entsprechend dieser Richtlinien definiert sich das Museum als "eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt sammelt, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt".

Die in Österreich für Museen zuständigen Stellen haben die Museumsregistrierung entwickelt, um Museen, die der ICOM-Definition entsprechen und sich an diese gebunden sehen, von anderen kulturellen, museumsähnlichen Institutionen und Einrichtungen zu unterscheiden.

Kernstück jedes Museums ist seine Sammlung, die das Wesen der Institution Museum bestimmt. Deren Dokumentation, Beforschung und Erweiterung sowie die Präsentation der Sammlung und die Vermittlung ihrer Wissensinhalte für die Öffentlichkeit sind die Hauptaufgaben von Museen; das kulturelle Erbe für nachfolgende Generationen zu sichern und zu bewahren das langfristige Ziel. Diesen Aufgaben fühlen sich registrierte Museen in besonderem Maße verpflichtet.

Die Museumsregistrierung ist somit ein Qualitätsmerkmal für nachhaltige und bedachte Museumsarbeit und soll Behörden und Entscheidungsträgern wie Besucherinnen und Besuchern Orientierungshilfe sein, qualitätsvolle Museumsarbeit zu erkennen. Alle österreichischen Museen, die den Registrierungsprozess durchlaufen haben, sind über die Online-Museumsdatenbank erfasst und abrufbar.

Was ist zu tun?

Die Museumsregistrierung erfolgt ausschließlich über einen Online-Fragebogen. Für die Registrierung sind 18 Ja-oder-Nein-Fragen erarbeitet worden, die den Schluss zulassen, ob es sich hierbei um ein Museum handelt, das der ICOM-Definition von Museum entspricht. Die Befragung wird alle drei Jahre wiederholt.

Diese Fragen gliedern sich in drei Bereiche:

  • Das Museum und seine Sammlung
  • Das Museum und seine Besucher/innen
  • Stabile rechtliche und finanzielle Basis

In allen drei Bereichen gibt es Knock-Out-Fragen, die positiv beantwortet werden müssen, damit der Fragebogen und damit die Museumsregistrierung fortgesetzt und positiv abgeschlossen werden kann. Weitere Informationen zu den Knock-Out-Fragen finden Sie im Downloadbereich.